Bergen zeigt sich von seiner besten Seite. Die Sonne scheint den ganzen Tag. Nachdem ich festgestellt hatte, dass man die Flåmentour hätte viel früher buchen müssen, bin ich heute morgen auf den Fløjen gefahren. Es fährt eine Zahnradbahn hinauf. Gefühlt 3 Minuten, 120 Kronen. Von dort oben hat man einen super Blick über die Stadt und man wundert sich wie schnell hunderte von Leuten sich in der Natur verlaufen. Man hat nicht das Gefühl, dass man an einem Hauptattraktionsort der Stadt ist. Ich habe einen nicht so schönen Weg runter gewählt. Er war weitgehend asphaltiert. Aber die Aussicht war grandios. Als Alternativprogramm hatte ich mir für den Nachmittag eine Fahrt in den Fjord Mostraumen überlegt. Auch hier war es gar nicht so einfach eine Karte zu bekommen. Doch dann bei herrlichem Wetter in einen Ford, berauschend. Was bei den Birnenblüten über die Nase funktionierte, funktioniert hier über die Augen ein Traum von Grün, von hellstem, fast gelbem Grün, über grün gelb, bis Dunkelgrün, oliv und fast schwarz. Und das auf allen Schattierungen des Graus der Felsen und Steine mit durchschimmerndem in der Sonne glänzendem Wasser. Blau der Himmel darunter schon tief hängend schneeweiße Cumulswolken. Und immer, wenn ich dachte, jetzt bist du voll mit diesen Eindrücken bog das Schiff um eine Kurve und es kamen neue unbeschreibliche Bilder. Es ist kaum zu beschreiben aber ich hätte heulen können vor Naturschönheit. Man konnte sich kaum satt sehen. Und neben mir stehen Leute und unterhalten sich darüber, in welchen Teilen in Österreich man in diesem Jahr wieder nicht Ski fahren konnte und warum die dort nicht einen höheren Lift bauen. Dabei brauch ich hier nicht Ski fahren oder sonst was. Ich kann einfach gucken wunderbar. Und ich hoffe inständig, dass wir es schaffen, dass alles nicht zu zerstören. Es war ein wunderbarer Nachmittag und die 890 Kronen waren gut investiert.
















Die Karte zeigt die Fahrt mit dem Schiff in den Fjord.
Ab morgen muss ich wieder Fahrradfahren. Die Tage stimmen wieder. Den Vorsprung von Stavanger habe ich wieder verschländert.

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