Wen wundert es, dass es natürlich um 6:00 Uhr geregnet hat. Wir sind dann erst um 06:45 los. Es war trocken, niemand auf der Straße und die Landschaft eher außerirdisch. Natürlich baumlos, kahl, felsig, Rentier bestanden. Steigungen bis 9%, immer wieder, über 700 Höhenmeter. Das Kap ist kein Fähranleger, zu dem man am Ende bergab fährt. Es ist ein Kap. Und es geht bis zum Schluss bergauf. 9:00 Uhr da. Alles noch zu. An der Globuskugel außer uns vielleicht noch 5 Leute. Es ist einigermaßen klar. Die Sonne ist hinter den Wolken zu sehen. Wir machen unsere Fotos. Unterhalten uns mit anderen, rufen zuhause an, gelöste, abgespannte Stimmung. Wir drehen uns um: Alles im Nebel. Man kann kaum das Gebäude „Die Nordkapphalle“ sehen. Wir gehen endlich hinein. 336 NOK Eintritt. Das Cafe mach erst um 11 auf. Harmtine schafft es drei Kaffee zu organisieren. Wir sitzen und plaudern. 11 Uhr, alles macht auf. Postkarte kaufen und beschreiben. Noch einen Kaffee, Waffeln, draußen ist der Nebel weg und die ersten Busse mit Touristen sind da. Es gibt ein Kino mit Bildern und Musik und einen Klangraum im Keller, von dem keiner weiß, was er soll.
Nach der Rückfahrt ist ein bisschen die Luft bei allen raus. Mal sehen, was man bis Montag Morgen 6:00 Uhr hier noch anstellen kann. Da geht mein Schiff nach Tromsø.










4.500km und 38.000 Höhenmeter in 78 Tagen.
Am Ende einer solchen Tour steht ja so etwas wie eine Zusammenfassung. Dafür brauche ich aber etwas Ruhe und Zeit. Mit den Danksagungen will ich aber nicht so lange warten.
Als erstes muss ich meinem Hausarzt, Dr. Martin Borchers und seinem Praxisteam danken. Ohne sein Engagement auch gegen die Meinung des Kardiologen hätte ich heute keine drei Beipässe sondern vielleicht einen Holzdeckel auf der Nase. Jedenfalls wäre diese Tour nicht möglich gewesen. Danke, Danke, Danke!
Ein ganz großes Dankeschön auch an mein liebe Frau Ina, die es erst ertragen hat, dass ich mich wochenlang auf die Tour vorbereitet habe und dann den ganzen Laden auch noch 12 Wochen alleine schmeißen musste.
Danke auch an ver.di, die einen super Tarifvertrag in der Wasserwirtschaft NRW ausgehandelt hat, der solche Reisen durch Zeit ansparen erst ermöglicht.
Danke an Eva, die mir dabei geholfen hat, mich aus meinem Tiefdruckgebiet bedingten Stimmungstief an den eigenen Haaren (und da sind nicht so viele) wieder herauszuziehen.
Danke an Manuela und Jürgen, die durch ihre Hilfsbereitschaft ihre Freundlichkeit und ihre Großzügigkeit dazu beigetragen haben, die Fahrt zu einem echten Erlebnis zu machen.
Danke an Nicole und Siggi, mit denen ich über drei Wochen durch jeden Regen gefahren bin, den es an der norwegischen Westküste gab, und das waren nicht wenige. Und hier vor allem an Nicole, die niemals die gute Laune verloren hat.
Danke an Harmtine und Jean Marc, für die letzten Tage vor dem Nordkap mit viel Sonne und viel Regen und viel Freude. Und danke auch an Sebastian für die gemeinsamen Stunden.
Danke an alle, die mich durch ihre Anteilnahme über WhatsApp oder Signal oder E-Mail oder Kommentare zu meinem Block aufgeheitert und ermuntert haben, nicht aufzugeben.
Den Blog führe ich auf jeden Fall bis zum 80. Tag weiter……

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