80 Tage zum Nordkapp

Tag 78 Zum Nordkapp und zurück zum Campingplatz

Wen wundert es, dass es natürlich um 6:00 Uhr geregnet hat. Wir sind dann erst um 06:45 los. Es war trocken, niemand auf der Straße und die Landschaft eher außerirdisch. Natürlich baumlos, kahl, felsig, Rentier bestanden. Steigungen bis 9%, immer wieder, über 700 Höhenmeter. Das Kap ist kein Fähranleger, zu dem man am Ende bergab fährt. Es ist ein Kap. Und es geht bis zum Schluss bergauf. 9:00 Uhr da. Alles noch zu. An der Globuskugel außer uns vielleicht noch 5 Leute. Es ist einigermaßen klar. Die Sonne ist hinter den Wolken zu sehen. Wir machen unsere Fotos. Unterhalten uns mit anderen, rufen zuhause an, gelöste, abgespannte Stimmung. Wir drehen uns um: Alles im Nebel. Man kann kaum das Gebäude „Die Nordkapphalle“ sehen. Wir gehen endlich hinein. 336 NOK Eintritt. Das Cafe mach erst um 11 auf. Harmtine schafft es drei Kaffee zu organisieren. Wir sitzen und plaudern. 11 Uhr, alles macht auf. Postkarte kaufen und beschreiben. Noch einen Kaffee, Waffeln, draußen ist der Nebel weg und die ersten Busse mit Touristen sind da. Es gibt ein Kino mit Bildern und Musik und einen Klangraum im Keller, von dem keiner weiß, was er soll.
Nach der Rückfahrt ist ein bisschen die Luft bei allen raus. Mal sehen, was man bis Montag Morgen 6:00 Uhr hier noch anstellen kann. Da geht mein Schiff nach Tromsø.


4.500km und 38.000 Höhenmeter in 78 Tagen.

Am Ende einer solchen Tour steht ja so etwas wie eine Zusammenfassung. Dafür brauche ich aber etwas Ruhe und Zeit. Mit den Danksagungen will ich aber nicht so lange warten.

Als erstes muss ich meinem Hausarzt, Dr. Martin Borchers und seinem Praxisteam danken. Ohne sein Engagement auch gegen die Meinung des Kardiologen hätte ich heute keine drei Beipässe sondern vielleicht einen Holzdeckel auf der Nase. Jedenfalls wäre diese Tour nicht möglich gewesen. Danke, Danke, Danke!

Ein ganz großes Dankeschön auch an mein liebe Frau Ina, die es erst ertragen hat, dass ich mich wochenlang auf die Tour vorbereitet habe und dann den ganzen Laden auch noch 12 Wochen alleine schmeißen musste.

Danke auch an ver.di, die einen super Tarifvertrag in der Wasserwirtschaft NRW ausgehandelt hat, der solche Reisen durch Zeit ansparen erst ermöglicht.

Danke an Eva, die mir dabei geholfen hat, mich aus meinem Tiefdruckgebiet bedingten Stimmungstief an den eigenen Haaren (und da sind nicht so viele) wieder herauszuziehen.

Danke an Manuela und Jürgen, die durch ihre Hilfsbereitschaft ihre Freundlichkeit und ihre Großzügigkeit dazu beigetragen haben, die Fahrt zu einem echten Erlebnis zu machen.

Danke an Nicole und Siggi, mit denen ich über drei Wochen durch jeden Regen gefahren bin, den es an der norwegischen Westküste gab, und das waren nicht wenige. Und hier vor allem an Nicole, die niemals die gute Laune verloren hat.


Danke an Harmtine und Jean Marc, für die letzten Tage vor dem Nordkap mit viel Sonne und viel Regen und viel Freude. Und danke auch an Sebastian für die gemeinsamen Stunden.

Danke an alle, die mich durch ihre Anteilnahme über WhatsApp oder Signal oder E-Mail oder Kommentare zu meinem Block aufgeheitert und ermuntert haben, nicht aufzugeben.

Den Blog führe ich auf jeden Fall bis zum 80. Tag weiter……

Kommentare

4 Kommentare zu „Tag 78 Zum Nordkapp und zurück zum Campingplatz“

  1. Avatar von Alice
    Alice

    Mensch Engelbert, was für eine Leistung! Herzlichen Glückwunsch zum Erreichen des Nordkaps.
    Und vielen Dank, dass wir an Deiner Reise teilhaben konnten (ab nächster Woche fehlt mir meine wundervolle Abendlektüre).
    Ich freue mich auf weitere Berichte und ein Wiedersehen beim Sommerfest.
    Genieß die letzten Tage in Norwegen und eine gute Rückfahrt.
    Liebe Grüße, Alice

  2. Avatar von Jürgen Trauth
    Jürgen Trauth

    Lieber Engelbert,
    Wir freuen uns mit Dir, dass Du nach der langen und strapaziösen Radreise das Nordkap erreicht hast. Beachtenswert Dein Durchhaltevermögen trotz der technischen Probleme mit Deinem Rad und den vielen Regentagen auf der Tour. Wir haben die gemeinsame Zeit mit Dir genossen und waren in Gedanken bei Dir auf dem Rest Deiner Reise. Alles Gute für die Rückreise und die Eingewöhnung in das Alltagsleben.
    Jürgen & Manuela

  3. Avatar von Thomas
    Thomas

    ….und dann auch noch auf diesem Wege: “ Chapeau“ oder wie Edda’s Sohn sagen würde „Respekt Bro“.
    Thomas und Edda

  4. Avatar von Christian Klump
    Christian Klump

    Mein Lieber Herr Gesangsverein!
    Ganz großen Respekt für diese Leistung. Ich stelle mir vor, dass man während einer so langen Zeit alleine sich selbst nochmal „neu“ kennengelernt hat, verbunden mit der ein oder anderen Erkenntnis.

    Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht Ihre Reise zu verfolgen! Der Neid, trotz des Wetters, war Ihnen jederzeit sicher. Mal sehen, ob ich irgendwann einmal die Gelegenheit haben werde, etwas vergleichbares zu machen.

    Ich wünsche Ihnen eine schöne Rückreise!

    LG
    Christian Klump

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