80 Tage zum Nordkapp

Tag 5 von Bremen nach Brunsbüttel, Dienstag, 19. Mai 2026

Die Fahrt war ok. Am Tage habe ich eigentlich bis jetzt immer Glück gehabt. Mal einen kleinen Schauer, aber sonst alles ok. In der Nacht bin ich mit Puls 110 und laut Uhr mit Vorhofflimmern aufgewacht. Meine Lippen hat der Herpesvirus besiegt und nach 5 km hatte ich Nasenbluten. Irgendwas stellt sich in meinem Körper um. Alles, was ich trinke bleibt zu 98% (nicht wissenschaftlich ausgelitert) drin oder entweicht über Schweißdrüsen. Jemand hat gesagt, man würde auch über das Atmen Wasser verlieren. Kann ich gerade nicht evaluieren. Bei Hunden ist das auf jeden Fall so.
Jedenfalls bin ich gut in Brunsbüttel angekommen. Habe den Fahrradladen sofort gefunden (Küstenrad E-Bike Store Brunsbüttel). Die haben alles stehen und liegen lassen und sich um meine Rad gekümmert. Sie hatten tatsächlich eine passende Schraube. Und auf Empfehlung von Torsten (der ohne h und mit dem Wein und dem Rad, was ich bei Gelegenheit mal hochlade) konnte ich auch zwei Sätze Bremsbelege erstehen, falls ich in Norwegen welche brauche und der örtliche Fahrradschrauber keine vorrätig hat.
Und dann haben sie sich auch noch um meinen quietschenden Zahnriemen gekümmert. Das war der eigentliche Hammer: Das Quietschen entsteht durch einen zu locker oder zu straff gespannten Zahnriemen. Meiner war eigentlich gar nicht gespannt und die vordere Zahnradscheibe war lose und musste mit ?? Newtenmetern angezogen werden. Das Rad war 500 km vorher in der Inspektion! Schöne Grüße an „Das Rad“ in Dortmund! – Ach ja, ein neues Fahrradschloss habe ich auch. Der Schlüssel vom alten muss mir während der Fahrt aus der Tasche gerutscht sein. Der neue Schlüssel hat jetzt erstmal einen Kabelbinder als Anänger. Schade um den alten. Der war von Marie und Ajé, kam aus Brasilien und trug meinen Namen in Holz geschnitzt.
180€ und 20 Minuten quietschfrei weiter ein eher spärlicher, aber günstiger Campingplatz hinterm Deich. Der Bezahlautomat nahm weder eine meiner Kreditkarten noch die EC Karte.
Die Eigentümerin „Nora“ oder so erschien dann abends und meinte, dass sei alles kein Problem, ich könnte ja bei ihr bezahlen und zwar mit jeder beliebigen Karte oder in bar. Den Zeltplatz hatten mir lägst die anderen Camper zugewiesen.
Später kam dann noch Nina „wie Nina Hagen“ (die will nach Skagen) dazu. Sie ist Baujahr 1982, also rund 20 Jahre jünger als ich und favorisiert das Liegen ohne Isomatte direkt auf dem Boden. Das sei das Beste für den Rücken.-Will ich nicht ausprobieren-

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