80 Tage zum Nordkapp

Tag 21 Austad bis Egersund Donnerstag, 4.Juni 2026

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Was für ein Tag! Am Morgen war meine Stimmung am Ende. Eigentlich wollte ich lieber abbrechen es hatte die Ganze Nacht durch geregnet und die Aussichten waren erschütternd. Es sollte den ganzen Tag hindurch immer wieder starke Schauer geben. Ich weiß nicht warum aber irgendwann habe ich dann doch das Zelt abgebaut mich aufs Fahrrad gesetzt, schon im Regen und bin losgefahren. Nach einigen Kilometern habe ich dann endlich Flekkefjord erreicht. Da es aber so stark geregnet hat, bin ich mehr oder weniger einfach durchgefahren. Es ist ein schönes Örtchen mit einem schönen Hafen, wo man bestimmten den halben Tag sitzen kann und Kaffee trinken.
Und dann irgendwann hörte es auf zu regnen es wurde wärmer. Das Wetter wurde nicht schöner. Es war ständig grau und nebelig, Aber ich konnte die Landschaft erkennen und vor allem ich konnte diese Regenklamotten ausziehen. Natürlich immer in Bereitschaft halten, weil es ja immer so aus, als würde es doch regnen. Es waren insgesamt drei mächtige Steigung von über 200 m und diese Steigungen waren natürlich nicht langsam ansteigend, sondern immer mit ziemlich heftigen, zum Teil serpentinenartigen Steigungen.
Aber was für eine Landschaft.
Bilder füge ich morgen hinzu. Heute habe ich keine Zeit dafür.

Weil ich morgens so spät losgekommen bin, war ich natürlich auch insgesamt spät dran So gegen 15:30 Uhr hab ich ein kleines Fischerdörfchen (Sogendalsstranda) erreicht und weil es ja nur noch 10 km waren, hab ich mich dort an einen Tisch gesetzt, Fisch und Chips, die wirklich lecker waren, gegessen, einen Apfelsaft dazu und habe es mir ein wenig gut gehen lassen. Das Wetter zog sich so langsam wieder zusammen. Es hat aber nicht angefangen zu regnen. Und dann bin ich zu meinem vermeintlichen Campingplatz gefahren und es stellte sich heraus. Es gab diesen Campingplatz nicht. Dort standen nur Ruinen. Anscheinend hat der Campingplatz über den Winter pleite gemacht. Insgesamt machte der ganze Ort so einen Eindruck von Wikinger Verehrung und hatte so einen kleinen braunen Beigeschmack. Er war mir nicht geheuer. Sonst hätte man ja einfach so campen können. Nach langem hin und her habe ich mich am Ende aufs Fahrrad gesetzt und bin noch mal 30 km gefahren zum nächsten Campingplatz, der leider auch noch 6 km von meiner eigentlichen Route entfernt ist. Der Campingplatz ist so lala. Es ist eher so ein Durchreise Campingplatz für Wohnmobile. Aber es ist da, was ich brauche, nur kein Trockner aber dann geht es heute eben mal ohne. Der Campingplatz liegt direkt am Meer. Und wie es sein musste: Beim Zelt aufbauen hat es in Strömen gegossen und es war Sturm. Auch eine neue Erfahrung Zelt aufbauen bei Sturm und Regen. Hat aber geklappt. Fast alles ist trocken und ich werde wohlig schlafen.

Wer nach langer Abfahrt den Joker erreicht, weiß ihn zu schätzen. Aber den Bauch nicht zu voll schlagen. Es geht wieder bergauf. Das letzte Bild ist das Restaurante noch ohne Fisch and Ships.

Kommentare

5 Kommentare zu „Tag 21 Austad bis Egersund Donnerstag, 4.Juni 2026“

  1. Avatar von Reinhild Hamelmann
    Reinhild Hamelmann

    Hi Engelbert, ich weiß nicht ob du meine Kommentare überhaupt lesen kannst,
    Inzwischen habe ich echt Mitleid, vor allem weil du ja nicht wirklich was von der wunderschönen Landschaft hast! Aber warum nimmst du dir nicht mal ein Hotelzimmer und machst einen Ruhetag? Fühl dich mal gedrückt, grüne Grüße aus dem regnerischen Castrop, Reinhild

    1. Avatar von Barbara
      Barbara

      Total, oder? Mein armer großer Bruder

    2. Avatar von Engelbert

      Hallo Reinhild,
      Danke für Deine Anteilnahme. Ja, ich lese Deine Kommentare.
      Liebe Grüße

  2. Avatar von Barbara
    Barbara

    Heute hatte ich auch echt Mitleid mit Dir

  3. Avatar von Thomas und Edda
    Thomas und Edda

    Lieber Engelbert,
    wir verfolgen Deine Freuden und Leiden mit Anteilnahme. Deine Reise entpuppt sich ja als ziemliche Herausforderung. Wir hoffen, dass Du dennoch schöne Erinnerungen sammeln kannst…! Vielleicht kannst Du Dir ja doch mal einen Tag Pause gönnen, ohne das Dein Reiseplan völlig aus dem Ruder läuft. Jedenfalls jetzt schon Hut ab vor Deiner Energie. Eddas Sohn würde sagen „halt durch Bro!“. Grüße vom Rhein Thomas und Edda
    .

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