Nahezu Radfrei…

Bevor ich in die Überfahrt einsteige, noch einen kurzen Nachtrag zu der Skagenfahrt am Donnerstag. Die Dänen geben ja auch ihren Waldwegen Namen. Das sind recht aufwändig erstellte Holzschilder mit teils sehr langen Namen, wie Karl-Friedrich-Förster-vej oder so. Bei meiner Fahrt nach Skagen bin ich aber auch durch eine Art antike Ferienhaussiedlung gekommen. Da gab es den Venusvej, dien Zeus- und Appolovej, den Marsvej und noch so einige andere und auch den Pegasusvej. Tja, wenn der Poseidon mit irgendeiner Meduse….dann gibt es geflügelte Pferde. Interessant, weil wir dann die Reihe mit den fliegenden Tieren bei Rückenwind vielleicht noch ergänzen können.

Tschau Dänemark! Im Hinterggrund die Küste Dänemarks. Ich mit langer Hose und ohne Klickschuhe. Schließlich geht es in ein Hotel in Kristiansand. Das Fahrrad konnte nicht mit aufs Bild, das war unter Deck verzurrt.

Hallo Norwegen. Auf den ersten Blick weiß man, warum es hier Trollgeschichten gibt, düster und geheimnisvoll. Was mir natürlich sofort auffällt: Es gibt hier Berge und Hügel.
Kristinsand wurde von König Kristian dem IV 1641 als Garnisonsstadt gegründet. Am Anfang mussten die Leute hierher zwangsumgesiedelt werden (da fällt mir der neue Standort der NV-Verwaltung ein). Aber nachdem die Dänen nicht mehr Gegner, sondern Transitland für Waren und deutsche Urlauber wurden, wuchs die Stadt aufgrund des Fährbetriebes an und schließlich siedelte sich auch Industrie an. Heute leben hier 116.000 Einwohner. Angeblich sollen es die Norweger hier geschafft haben alte und neue Architektur mit mehr Harmonie als in anderen Städten Norwegens zu kombinieren. Ich habe jetzt schon Angst vor den anderen Städten. Aber bevor ich Euch meinen ersten Rundgang zeige, kurz das Einchecken ins Hotel:
Ich habe ein Zimmer in der Citybox gemietet. Elektronisches Check-in laut Googlewerbung 30 Sekunden. Bei Engelbert hat es 30 Minuten und der Hilfe eines Mitarbeiters bedurft. (Mein Sohn fasst sich jetzt wahrscheinlich an den Kopf und quetscht verächtlich „Boomer“ durch seine Lippen). Mir war es auch peinlich, aber mich kennt hier am Sonntag ja keiner mehr, was soll’s. Das Fahrrad durfte ich ganz locker in dem schicken Konferenzraum abstellen. Der wird erst Montag wieder benötigt. Als ich zu einem Rundgang in die Stadt aufbreche, stehen zwei verzweifelte Gäste vor dem Checkinautomaten, zwei Mitarbeiter dabei. Eine Seite des Automaten ist geöffnet und ein Mitarbeiter beugt sich über Mechanik und Elektronik. Ich will erst den beiden NochnichtGästen zurufen, sie sollen sich nichts daraus machen, der Automat sei der Blöde. Dann gebe ich aber dem Impuls doch nicht nach und überlasse sie ihrem Schicksal als dumme Boomer.
Am Samstag werde ich die in Quadraten angelegte Innenstadt mal richtig besichtigen. Bis dahin schon einmal einige Eindrücke. Man achte auf das sechste Bild. Hier gibt es eine Art Allee in einer engen Straße aus Mehlbeere (Sorbus aria). Sieht man nicht so oft. Und ich habe genau hingeschaut und die Blüten versenden keinen berauschenden Duft und das Bier habe ich auch erst hinterher getrunken. (Für Thorsten: es gibt Mehlbeere, Vogelbeere (oder Eberesche), Elsbeere und Speierling, alle aus der Gattung Sorbus. Vielleicht eine Idee für SAP)










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