
So heute etwas später. Ich bin ziemlich platt und natürlich auch mein Fahrrad. Also heute Abend erst mal flicken und dann sich um den Blog kümmern.
Es ging schon heute Morgen mit einer heftigen Steigung auf einem Schotterweg los. Um 9:00 Uhr war ich eigentlich schon einmal fertig.
Ich habe mir schon in Dänemark so ein Mantra zurecht gelegt. Wenn die Schotterwege gar nicht mehr aufhören, dann hilft es eigentlich zu sagen: „ich liebe Fahrradfahren (und ich liebe auch Ina meine Frau und meine Kinder und meine angeheirateten Kinder und meine Schwester und die Verwandten von Ina und auch sonst noch die/den ein oder anderen)“ wenn ich das „ich liebe Fahrradfahren“ so etwa zweimal in einer Minute sage, hilft das wirklich weiter. Man kann sich ja überlegen, dass, wenn man es so ungefähr 120 mal pro Stunde gesagt hat, es am Ende auch glaubt. Und es ist auch klar, dass ich den Klammerzusatz nicht hinkriegt.
Seit gestern habe ich ein neues Mantra. Immer wenn eine Steigung kommt: „das schaffe ich“ am Anfang als ganzen Satz und wenn der Puls so bei 150 ist, dann geht noch bei jedem Ausatmen Das – schaffe – ich.
Heute musste ich leider einmal einsehen: Das – schaffe – ich -nicht. Und dann habe ich 3km Serpentinen hochgeschoben, um dann oben festzustellen, dass ich einen Plattfuß auf dem Hinterrad hatte. Es war mir schon den ganzen Tag so komisch vorgekommen bei den Abfahrten, dass das Fahrrad so schwimmt. Aber ich habe das darauf zurückgeführt, dass ich die Satteltaschen anders gepackt hatte. In Wirklichkeit hatte ich so einen ganz schleichenden Plattfuß. Während ich den Plattfuß begutachtete und mit der Elektropumpe kurz Luft nachgefüllt habe, hielt tatsächlich ein Norweger an und rief mir zu „you’re on the top now, womit er mir sagen wollte, dass ich oben bin. Er hatte nicht ganz recht, aber mit dem wieder aufgepumpten Radkonnte ich auch die letzten Höhenmeter schaffen.
Genug gestöhnt. Es waren tolle Abfahrten dabei und ich war am südlichsten Punkt von Norwegen. Dem Leuchtturm von Lindesnes. Natürlich habe ich von dort eine Postkarte geschrieben. Bild vom Postkartenschrieb seht ihr unten. Der Leuchtturm in Lindenes ist eine echte Touristenattraktion jeder Wohnmobilfahrer, jeder Mopedfahrer, der was auf sich hält, fährt dorthin. Die Fahrradfahrer müssen dafür zweimal über einen Berg aber der geht noch. Den schafft man mit. „ Das schaffe ich“.
In Norwegen kann man eigentlich sagen, schöne Sachen sind entweder anstrengend oder teuer. Tolle Sachen sind anstrengend und teuer. Der Leuchtturm lag heut morgen im Nebel. Ich habe trotzdem Eintritt für den Leuchtturm bezahlt und mir dort die Bilder von anderen Leuchttürmen angeguckt. Auf den Leuchtturm bin ich nicht gegangen, weil man von da oben auch nur Nebel gesehen hat, wie mir andere, die bereits oben waren, bestätigten. Im dazugehörigen Café gab’s einen Kaffee der trinkbar war ungefähr so wie der an der Tankstelle vorher. Er kostete aber das doppelte und es gab einen Brownie, der, weil Leuchtturm auf norwegisch Fyr heißt, Fyr Brownie hieß und trotzdem schmeckte. Außerdem habe ich noch so ein Wappen mit dem Leuchtturm darauf gekauft und auch auf das Fahrrad geklebt. Darüber ist das Norwegenwappen und darüber kommt dann irgendwann mal das Nordkap Logo. So jetzt noch ein paar schöne Bilder von heute











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